MOW 2009

Die Mail Order World, die Begleitmesse zum Versandhandelskongress, ist vorbei. Phu. Das war eine ganz schön anstrengende Woche. Erstaunlicherweise war die MOW deutlich besser als im letzten Jahr. Die Stimmung der Anbieter war durchweg positiv – natürlich ist jeder irgendwie von der Finanz- und Wirtschaftskriese betroffen – aber letztlich ist das nicht so dramatisch, wie in anderen Branchen. Es wird in Deutschland immer noch konsumiert, was das Zeug hält. Und das macht Hoffnung. Hoffnung auf ein baldiges Ende der Horror-Nachrichten der letzten 12 Monate. Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung. Hoffnung auf neues Wachstum und steigende Umsätze.
Wenn alles gut geht und wir jetzt in ein ordentliches Weihnachtsgeschäft eintreten, werden der Versandhandel und die beteiligten Randbranchen ein gutes Geschäftsjahr abschließen können. Den konsumfreudigen Deutschen sei dank. Im Gegensatz dazu hat die Presse und die Politik vieles in den letzten Monaten brutal übertrieben und unnötig Angst und Schrecken verbreitet. So etwas muss nicht sein, das ist konjunkturpolitisches Gift.
So gut die positiven wirtschaftlichen Hoffnungsträger für eine tatsächliche Stabilisierung und Konjunkturbelebung sind, ein Risikofaktor wird immer noch massiv unterschätzt: Je robuster die Weltwirtschaft wieder läuft, desto schneller wird die Inflation an Fahrt gewinnen. Also Obacht! Die Finanzkrise ist nämlich auf keinen Fall ausgestanden, im Banken- und Versicherungssektor lauern nach wie vor Risiken in einem Ausmaß, das es bisher noch nicht gab und eine wirkliche Heilung ist noch nicht in Sicht.
Die MOW war eine prima Veranstaltung, eine Messe, auf der sich die Versandhandelsbranche trifft. Man sieht sich, man kennt sich und man macht Geschäfte. Auch in diesem Jahr wieder super organisiert, abgesehen von der Party…

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